Thermokoagulation

Die Thermokoagulation stellt ebenfalls einen minimal-invasiven Eingriff zur Schmerzlinderung von Rückenschmerzen dar, falls diese hauptsächlich durch die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) ausgelöst werden — etwa im Rahmen von Abnützungen dieser Gelenke (Spondylarthrosen, Facettensyndrom).

Nach örtlicher Betäubung der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte wird eine Elektrode in einem ganz bestimmten Winkel und unter ständiger Röntgenkontrolle an das Wirbelgelenk platziert. Anschließend wird direkt an die zu behandelnde Stelle ein örtliches Betäubungsmittel gespritzt. Dann wird die Sondenspitze für 90 Sekunden durch ein Radiofrequenzgerät auf 75—80°C erhitzt. Damit wird die Leitfähigkeit der hier verlaufenden Schmerzfasern unterbrochen und der Schmerz kann sich nicht weiter ausbreiten. Jedes Wirbelgelenk wird allerdings von mehreren Schmerzfasern versorgt, und so müssen oft mehrere Stellen behandelt werden.

Die Schmerzlinderung ist insbesondere in den ersten 6 Monaten ausgeprägt. Sie kann Monate bis Jahre anhalten, mit zunehmender Zeit lässt der therapeutischen Effekt nach. Eine Wiederholung der Therapie ist allerdings möglich.

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