Bandscheibenvorfall: Was kann ich tun?

Wenn Rückenschmerzen ausstrahlen oder nicht vergehen, kann ein Bandscheibenvorfall vorliegen.

Sie leiden unter Rückenschmerzen? Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule gehören für Menschen zu den normalen Erfahrungen, die fast jeder im Leben einmal macht. Die Schmerzen strahlen in Arme oder Beine aus oder sie vergehen nicht nach wenigen Tagen? In diesem Fall sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten, denn ein Bandscheibenvorfall könnte sie auslösen. Was kann ich tun bei einem Bandscheibenvorfall? Informieren Sie sich hier umfassend.

Wirbelsäule und Bandscheibenvorfall: Anatomie

Die Wirbelsäule übt zwei Funktionen aus: Zum einen stabilisiert sie den Rumpf und damit den gesamten Bewegungsapparat. Zum anderen bietet sie einen knöchern Schutzmantel für das Rückenmark. Die Bandscheiben wirken wie ein Puffer zwischen den einzelnen Wirbeln und erlauben die Beweglichkeit. 

Bei den meisten Bewegungen sind die Wirbel – und damit die Bandscheiben – beteiligt. Falsche Haltung, Überlastung und sogar genetische Veranlagung (1) kann Probleme mit den Bandscheiben begünstigen. Kein Wunder, dass 24,4 Prozent aller Österreicher über chronische Kreuzschmerzen klagen (2).

Aufbau der Bandscheibe

Eine Bandscheibe besteht aus zwei verschiedenen Materialien, um ihre Pufferfunktion zu ermöglichen. Ein Mantel aus elastischer, aber formstabiler Knorpelfaser umgibt den Gallertkern, der aus einer einer Art festem Gel besteht. Wenn die Wirbelsäule und damit die Bandscheibe zu stark belastet wird, kann es zu einem Bandscheibenvorfall kommen, auch Diskusprolaps genannt.

Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe der Bandscheibe zwischen den einzelnen Wirbeln aus. Dieses ‘vorgefallene’ Gewebe kann auf die Nerven der Wirbelsäule drücken, sie reizen und zu Entzündungen führen. 

Bandscheibenvorfall: Schweregrade 

Je nach Schweregrad, nutzen Ärzte folgende Fachbezeichnungen für einen Discusprolaps:

  1. Protrusion: Dieses erste Stadium eines Bandscheibenvorfalls trägt auch den Namen Discusprotrusion oder Bandscheibenvorwölbung. In diesem Fall wölbt sich die Bandscheibe zwischen den Wirbeln hervor. Allerdings ist die Faserhülle aus Knorpel noch intakt.
  2. Extrusion: Beim zweiten Stadium des Bandscheibenvorfalls ist die Hülle der Bandscheibe beschädigt. Bei der Discusextrusion tritt Masse hervor. Sie ist aber noch mit der Bandscheibe verbunden.
  3. Sequester: Bei einem sequestierten Bandscheibenvorfall hat sich das ausgetretene Gewebe komplett abgetrennt. Es hat keinen direkten Kontakt mehr zur ursprünglichen Bandscheibe.

Diese Einteilung der verschiedenen Bandscheibenvorfälle sagt nichts über die Symptome aus. Beispielsweise kann eine große Protrusion unter Umständen schmerzhafter sein als ein kleines Sequester.

Bandscheibenvorfall: Die Ursachen

Verschleißerscheinungen des Körpergewebes fördern Bandscheibenvorfälle, sind jedoch häufig nicht die alleinige Ursache. Knorpelgewebe (3) regeneriert sich nur langsam und nützt sich im Alter besonders stark ab. Der Knorpel der Bandscheiben wird mit der Zeit rissig und spröde. Bereits ab dem 20. Lebensjahr verringert sich die Fähigkeit des Gallertkerns, Wasser zu speichern. Auch erbliche Veranlagung (4) kann Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule begünstigen.

Bandscheibenvorfall mit  Bandscheibenprolaps welcher auf den Spinalnerv drückt

Vorsicht vor Überlastung

Zu dem Verschleiß kommt oft ein auslösender Faktor dazu. Haltungsfehler, Übergewicht und schwere körperliche Arbeiten können die Wirbelsäule ebenso überlasten wie bestimmte Sportarten. Bei den meisten Ballsportarten, beim Mountainbiking und beim Reiten wird die Wirbelsäule häufig erschüttert. Untrainierte Muskelpartien am Rücken, am Bauch und an den Gesäßmuskeln können zur Entstehung eines Bandscheibenschadens beitragen. Auch Unfälle und Verletzungen sind bei einer kleinen Zahl von Patienten für einen Bandscheibenvorfall verantwortlich.

Symptome bei Bandscheibenvorfall: Schmerzen

Rückenschmerzen sind allgemeine Symptome bei allen Arten von Bandscheibenvorfällen. Das Gewebe der Bandscheiben drückt auf das Rückenmark oder die Wurzeln der Nerven, die Gliedmaßen und Organe mit dem Rückenmark verbinden. Doch Schmerzen im Bereich des Rückens können viele verschiedene Ursachen haben, etwa eine einfache Muskelverspannung, eine Arthrose, ein Abszess, Blutungen oder Entzündungen im Bereich der Wirbelsäule.

Wie erkennt man einen Bandscheibenvorfall?

Die Schmerzen äußern sich bei einem Bandscheibenvorfall in typischer Weise. Deshalb kann ein erfahrener Arzt oft durch ein ausführliches Gespräch die Diagnose stellen. Folgende Beschwerden sind typisch für einen Bandscheibenvorfall in jedem Bereich der Wirbelsäule:

  • Plötzlich auftretende Rückenschmerzen bei Belastung
  • Rückenschmerzen werden stärker mit der Zeit
  • Verhärtete Muskulatur im Bereich der Schmerzen
  • Ausstrahlende Schmerzen in die Gliedmaßen

Der Ort des Bandscheibenvorfalls bestimmt mehr als der Schweregrad, welche Symptome sich bemerkbar machen und welche Art von Schmerzen ein Bandscheibenvorfall auslöst. Die Wirbelsäule wird in drei Abschnitte unterteilt. Das Kreuzbein (Os sacrum) und das Steißbein (Os coccygis) bestehen aus verschmolzenen Wirbeln ohne Bandscheiben. An den übrigen drei Teilen der Wirbelsäule können Bandscheibenvorfälle auftreten, die sich unterschiedlich auswirken.

Lendenwirbelsäule, kurz LWS oder Pars lumbalis

Experten schätzen, dass 70 bis 80 Prozent aller Bandscheibenvorfälle in den fünf Wirbeln der  Lendenwirbelsäule auftreten. Der Grund: Bewegungen belasten diesen Teil der Wirbelsäule am stärksten. Besonders häufig ist die Bandscheibe betroffen, die den vierten mit dem fünften Wirbel verbindet. Hier verläuft der Ischiasnerv. Wird er durch eine Protrusion, eine Extrusion oder ein Sequester gereizt, spricht man von Ischialgie, umgangssprachlich Ischias oder Hexenschuss genannt.

Symptome bei Bandscheibenvorfall an der LWS:

Heftige Rückenschmerzen im unteren Rücken sind typisch bei einem Bandscheibenvorfall an der LWS. Diese meist stechenden Schmerzen vergehen nicht und verstärken sich bei jeder Bewegung. Sie können plötzlich auftreten – beispielsweise, wenn Sie sich vorbeugen oder eine Last hochheben. Husten und Niesen führen zu größeren Kreuzschmerzen. 

Wird der Ischiasnerv gereizt, strahlen die Schmerzen ins Gesäß oder ins Bein aus. Kribbeln oder ein pelziges Gefühl sind ebenfalls möglich. Manchmal stellen sich Lähmungen bestimmter Muskelgruppen am Bein ein. So können einige Betroffene nicht mehr auf der Ferse stehen oder auf den Fußspitzen. 

In seltenen Fällen kann ein Bandscheibenvorfall an der LWS zu dem Kauda-Syndrom (5) führen. Dabei kann es zum Kontrollverlust über Blase, Darm und Geschlechtsorgane kommen. Empfindungsstörungen am Enddarm und den Geschlechtsorganen sind ebenfalls typisch für das Kauda-Syndrom. 

Selbst wenn Sie nicht unter gravierenden Symptomen leiden, sondern ,nur’ an leichten und mittelschweren Rückenschmerzen: Falls Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule nicht nach wenigen Tagen vergehen, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Eine US-amerikanische Studie (6) hat festgestellt, dass die Heilungschancen von Bandscheibenvorfällen an der LWS bei frühem Beginn der Behandlung wesentlich besser sind. 

Brustwirbelsäule, kurz BWS oder Pars thoracalis

Die zwölf Wirbel der BWS schließen sich an die Lendenwirbelsäule an. Sie bildet eine Einheit mit den Rippen, dem Brustkorb und dem Brustbein. Ein Bandscheibenvorfall in diesem Bereich ist wesentlich seltener als an der Lenden- und der Halswirbelsäule. Nur rund zwei Prozent aller Bandscheibenvorfälle ereignet sich an der BWS. Dieser Bandscheibenvorfall geht jedoch häufig mit unspezifischen Symptomen einher, zum Beispiel chronischen Bauchschmerzen (7). Das erschwert die Diagnose. 

Symptome bei Bandscheibenvorfall an der BWS:

Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule machen sich häufig als dumpfer Druck zwischen den Schulterblättern bemerkbar. Sie können sich aber auch gürtelförmig über den gesamten Brustbereich spannen. Deshalb werden die Symptome oft mit Problemen am Herzen, an der Lunge oder am Magen in Verbindung gebracht. Anhaltende Schmerzen in der Körpermitte ohne organische Ursachen können auf einen Bandscheibenvorfall an der BWS deuten. Darüber hinaus kann dieser Bandscheibenvorfall auch Übelkeit und Schwindel sowie Herzstechen verursachen.

Halswirbelsäule, kurz HWS oder Pars cervicalis

Die sieben Wirbel der HWS stellen die Verbindung mit dem Kopf her. Sie ist der beweglichste Abschnitt der Wirbelsäule. Der siebte Halswirbel trägt den Namen Vertebra dominans, weil sein Dornfortsatz etwas weiter hervorsteht als bei anderen Wirbeln. Er lässt sich gut tasten. Acht Nervenstränge, die sogenannten Spinalnerven, entspringen an beiden Seiten der Halswirbelsäule. 

Die oberen vier Nervenbahnen gehen zu den Halsmuskeln und dem Zwerchfell. Die unteren vier Nervenstränge führen zur Arm- und Brustmuskulatur sowie die entsprechenden Hautzonen. Fast alle Menschen im Alter von über 70 Jahren weisen Degenerationserscheinungen an der Halswirbelsäule (8) auf. Langes Autofahren, viele Stunden am Bildschirm, schweres Heben und Unfälle begünstigen Bandscheibenvorfälle in diesem Bereich.

Symptome bei Bandscheibenvorfall an der HWS:

Schmerzen und Verspannungen im Nacken sind häufig, können aber erste Anzeichen für einen Bandscheibenvorfall sein. Auf jeden Fall deuten sie auf eine Nervenreizung hin – ein typisches Symptom für Probleme mit den Bandscheiben. Patienten mit Bandscheibenvorfall beschreiben die Schmerzen unterschiedlich. Sie können dumpf und ziehend sein, aber auch scharf und brennend. Oft lassen sie sich nicht genau lokalisieren. Strahlen die Schmerzen in den Arm aus, ist die Lage ernst. Auch Symptome wie Taubheit und Kribbeln sind Beschwerden, die Sie ernst nehmen sollten. Lässt die Kraft in den Armen nach, empfiehlt es sich, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Bandscheibenvorfall: Was tun?

Sie vermuten, dass Sie an einem Bandscheibenvorfall leiden? Falls Wärmebehandlungen und rezeptfreie Schmerzmittel nach wenigen Tagen die Schmerzen nicht nachhaltig lindern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden mancher Bandscheibenvorfälle klingen innerhalb weniger Wochen ab. Ein erfahrener Orthopäde kann beurteilen, was genau sich im Bereich Ihrer Wirbelsäule abspielt. 

Schmerzen lindern

Bei akuten Rückenschmerzen können Sie versuchen, die Beschwerden mit einem frei erhältlichen Schmerzmittel zu lindern. Rezeptfrei bedeutet jedoch nicht ungefährlich. Paracetamol (9), Diclofenac (10) und Aspirin (11) können schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Auch Wärme kann Schmerzen entgegenwirken. Ein warmes Vollbad, eine Heizdecke oder die gute alte Wärmflasche können bei einfachen Verspannungen helfen. 

Bandscheibenvorfall: Diagnose

Um einen Bandscheibenvorfall zu diagnostizieren, führt der Arzt zunächst ein Gespräch mit ihnen. Meist reicht eine gründliche neurologische Untersuchung aus. Röntgenbilder können einen Bandscheibenvorfall nicht anzeigen. In manchen Fällen kann eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) notwendig sein. Sie zeigen das genaue Ausmaß des Bandscheibenvorfalls an. 

Bandscheibenvorfall: Therapie und Behandlungen

Die sogenannte konservative Therapie bei Bandscheibenvorfall schließt eine Operation aus. Sie besteht in der Regel aus der Einnahme von Medikamenten. Massagen, Wärme- und Kälteanwendungen sowie Ultraschall können gemeinsam mit Entspannungsübungen und der Einnahme einer entlastenden Haltung die Beschwerden verringern. 

Medikamente bei Bandscheibenvorfall

Ein Arzt beginnt meist mit rezeptfreien Medikamenten, die Schmerzen lindern und gleichzeitig Entzündungen hemmen. Dazu gehören nicht steroidale Antirheumatika wie Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen. Paracetamol kann eine Alternative sein. Reichen diese Schmerzmittel nicht aus, kann Ihr Arzt stärkere Medikamente verschreiben. 

Opioide sind starke Schmerzmittel. Kortikoide hemmen Entzündungen wirkungsvoll. Allerdings können beide Gruppen von Medikamenten gefährliche Nebenwirkungen auslösen. Manchmal werden auch Beruhigungsmittel eingesetzt, die Muskeln entspannen. Antikonvulsiva, Mittel gegen Epilepsie, können auch bei Nervenschmerzen helfen. Manche Antidepressiva sind zugelassen, um Schmerzen zu behandeln. 

Infiltration bei Bandscheibenvorfall

Bei einer Infiltration spritzt der Arzt Medikamente direkt in den schmerzenden Bereich. Das hat den Vorteil, dass sie nicht den Umweg über das Verdauungssystem nehmen müssen. Eine Infiltration darf nicht erfolgen, wenn eine Infektionskrankheit besteht. Auch gerinnungshemmende Medikamente schließen diese Behandlungsmethode aus. Schwangere, Patienten mit Diabetes, Herzschwäche oder Grünem Star sollten ebenfalls auf die Infiltration verzichten. 

Bandscheibenvorfall Operation

Mehrere Studien (12) (13) belegen, dass eine Operation die schnellsten Heilungschancen für einen Bandscheibenvorfall bietet. Früher erforderten Operationen an der Bandscheibe Schnitte bis zu 10 cm Länge. Die sogenannte minimal invasive Chirurgie hat die Operationstechnik stark verändert. Dank Mikrochirurgie kann die Länge der nötigen Schnitte heute auf 2,5 bis 3,5 cm begrenzt werden. Im Zuge der Operation wird das vorgefallene Gewebe entfernt. Das entlastet die Nervenwurzel sofort.

Ihr Wegweiser durch die OP

Kommunikation ist für Dr. Tuschel wichtig. Nur wenn Patienten über die Operation genau Bescheid wissen, können sie dem Eingriff zuversichtlich entgegensehen. Als Wahlarzt hat Dr. Tuschel das Privileg, sich Zeit für seine Patienten nehmen zu können. Ausführliche Erklärungen vor der Operation bereiten Sie vor. Auch nach dem Eingriff ist eine intensive Betreuung für Dr. Tuschel selbstverständlich. Alles zum Wegweiser durch die OP erfahren Sie hier. [Link]

Bandscheibenvorfall: Wie lange im Krankenstand?

Wie lange sind Sie nach einem Bandscheibenvorfall arbeitsunfähig? Die Antwort auf diese Frage hängt von der Schwere des Bandscheibenvorfalls und der Art der Behandlung ab. Nach einer Bandscheibenoperation müssen Sie in der Regel drei bis fünf Tage im Krankenhaus verbringen. Die Heilung bei einem Bandscheibenvorfall dauert jedoch wesentlich länger. Für die vollständige Genesung sollten Sie mit mindestens vier bis sechs Wochen rechnen.

Bandscheibenvorfall Übungen

Wichtig ist, dass Sie nach einem Bandscheibenvorfall Ihre Rückenmuskulatur stärken. Ein gut trainiertes Muskelkorsett unterstützt die Wirbelsäule und wirkt weiteren Verschleißerscheinungen entgegen. 

Vorteile beim Wahlarzt

Sie fürchten, dass bei Ihnen ein Bandscheibenvorfall vorliegt? Sie möchten schnell wissen, ob sich Ihr Verdacht bestätigt? Bei einem Wahlarzt (http://www.tuschel.at/orthopaedie_wahlarzt.html) erhalten Sie in der Regel kurzfristig einen Termin. Weitere Vorteile sind flexible Ordinationszeiten und ausführliche Arzt-Patienten-Gespräche.

Der Besuch beim Wahlarzt entbindet Ihre Krankenkasse übrigens nicht von ihren Verpflichtungen. Allerdings kann ein Wahlarzt seine Rechnung nicht direkt bei der Krankenkasse einreichen. Patienten bezahlen zunächst das Honorar und reichen die Honorarnote anschließend bei der Krankenkasse ein. 

Sie haben Fragen zum Thema Bandscheibenvorfall? Kontaktieren Sie uns. Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.

FAQ


Wo schmerzt der Ischiasnerv?

Der Ischiasnerv hat mehrere Nervenwurzeln, die zwischen dem vierten Lendenwirbel und dem zweiten Wirbel des Kreuzbeins entspringen. Der dickste Nerv im Körper zieht sich an der Rückseite des Oberschenkels entlang. In der Höhe des Knies verzweigt er sich. Er versorgt die Muskeln im gesamten Bein. Drückt ein Bandscheibenvorfall auf die Nervenwurzel des Ischias, kann der Schmerz deshalb in das ganze Bein ausstrahlen bis in den Fuß hinein. 

Was tun bei Hexenschuss?

Ruckartige Bewegungen oder übermäßige Belastungen können den sogenannten Hexenschuss verursachen. Auch bei einem Hexenschuss können die Schmerzen ins Bein ausstrahlen. Allerdings sind die Schmerzen häufig auf den Rücken begrenzt. Bei einem Hexenschuss hilft Wärme in jeder Form. Wärmepflaster, eine Wärmflasche, Moorpackung und Rotlicht verringert bei einem Hexenschuss die Beschwerden. Wirkt Wärme nicht, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Ein Arztbesuch empfiehlt sich auch, wenn die Schmerzen länger als ein paar Tage anhalten.

  1. Ala-Kokko L. Genetic risk factors for lumbar disc disease. Ann Med. 2002;34(1):42-7. Review. PubMed PMID: 12014433. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12014433)
  2. http://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/gesundheit/gesundheitszustand/chronische_krankheiten/index.html
  3. Buckwalter JA, Mankin HJ. Articular cartilage: degeneration and
  4. osteoarthritis, repair, regeneration, and transplantation. Instr Course Lect.
  5. 1998;47:487-504. Review. PubMed PMID: 9571450. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9571450)
  6. Fernández-Moreno, M., Rego, I., Carreira-Garcia, V., & Blanco, F. J. (2008). Genetics in osteoarthritis. Current genomics, 9(8), 542–547. doi:10.2174/138920208786847953 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2694558/)
  7. Fuso, F. A., Dias, A. L., Letaif, O. B., Cristante, A. F., Marcon, R. M., & de Barros, T. E. (2013). Epidemiological study of cauda equina syndrome. Acta ortopedica brasileira, 21(3), 159–162. doi:10.1590/S1413-78522013000300006 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3861993/)
  8. Rihn, J. A., Hilibrand, A. S., Radcliff, K., Kurd, M., Lurie, J., Blood, E., … Weinstein, J. N. (2011). Duratio
  9. n of symptoms resulting from lumbar disc herniation: effect on treatment outcomes: analysis of the Spine Patient Outcomes Research Trial (SPORT). The Journal of bone and joint surgery. American volume, 93(20), 1906–1914. doi:10.2106/JBJS.J.00878 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5515548/)
  10. Lara, F. J., Berges, A. F., Quesada, J. Q., Ramiro, J. A., Toledo, R. B., & Muñoz, H. O. (2012). Thoracic disk herniation, a not infrequent cause of chronic abdominal pain. International surgery, 97(1), 27–33. doi:10.9738/CC98.1 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3723187/)
  11. http://www.uniklinikum-saarland.de/fileadmin/UKS/Aktuelles/Zeitschrift_UKS_Report/Medizinlexikon/Meizinlexikon_ab_2005/Bandscheiben_hals.pdf
  12. Roberts E, Delgado Nunes V, Buckner S, Latchem S, Constanti M, Miller P,
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