Häufige Fragen

Warum zum Wirbelsäulenspezialisten?

Was man oft macht, macht man gut. Das gilt in vielen Bereichen des Lebens und besonders in der Medizin. Ärzte mit einer möglichst engen Spezialisierung behandeln ständig dieselben Krankheitsbilder und führen dieselben Operationen durch. So habe ich im Bereich der Wirbelsäule deutlich mehr Erfahrung als meine Kollegen ohne Wirbelsäulen-Spezialisierung – von der Diagnostik über die Therapie-Strategie bis zu den manuellen Fertigkeiten im OP-Saal.

Ich bin einer von wenigen Orthopäden im deutschsprachigen Raum, die sich exklusiv auf die Lendenwirbelsäule spezialisiert haben. Seit 2004 arbeite ich an der renommierten Wirbelsäulenabteilung Speising und beschäftige mich seit 2009 ausschließlich mit Problemen der Lendenwirbelsäule und des Übergangs zur Brustwirbelsäule. Außerdem bin ich Teil des Leitungsteams am Wirbelsäulenzentrum Speising und habe das größte Wirbelsäulen-Register Österreichs entwickelt und aufgebaut.

Wie riskant ist eine Wirbelsäulen-OP?

Jede Operation hat bestimmte Risiken. Das gilt sowohl für die vermeintlich einfache Blinddarm-OP als auch für Operationen an der Wirbelsäule. Die Risiken bei einem Wirbelsäuleneingriff sind in den meisten Fällen jedoch viel geringer, als es häufig befürchtet wird. Tatsächlich handelt es sich bei vielen Wirbelsäulen-OPs um Routineeingriffe – solche Operationen führen wir am Wirbelsäulenzentrum Speising wöchentlich oder sogar mehrmals täglich durch. Routine-OPs bieten demnach eine deutlich größere Chance auf nachhaltige Besserung als Behandlungsrisiken. Welche Risiken es in Ihrem speziellen Fall gibt, darüber kläre ich Sie natürlich während der Beratung auf.

Wichtig: Eine Wirbelsäulen-OP kommt immer als letztes – und wird von mir nur empfohlen, wenn ich der festen Überzeugung bin, dass alle anderen Therapiemöglichkeiten wertvolle Zeit verschwenden würden. Das ist nur bei etwa 6% meiner Patienten der Fall.

Ist eine Wirbelsäulen-OP in jedem Alter möglich?

Wir Menschen leben immer länger. Deshalb bemerken wir auch im Wirbelsäulenzentrum Speising ein immer höheres Durchschnittsalter der operierten Patienten. Wirbelsäulenoperationen im Alter von 85 Jahren sind keine Seltenheit mehr. Möglich ist das, weil es bei einer Wirbelsäulen-OP weniger auf das Lebensalter ankommt. Viel wichtiger ist der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten und inwiefern Vor- und Begleiterkrankungen vorliegen. Solche und ähnliche Fragen klären wir in unserer Beratung und mit ausführlicher Diagnostik.

Warum warnen Hausarzt und Freunde vor einer Wirbelsäulen-OP?

Trotz der meist ausgezeichneten Behandlungschancen haben Wirbelsäulen-OPs in der Bevölkerung einen eher problematischen Ruf. Woran liegt das? Vor allem daran, dass es bei der Wirbelsäule vergleichsweise länger gedauert hat, bis Ärzte auf dem Niveau von „Routine-Eingriffen“ operieren konnten (bei Hüft-, Knie- und Schulteroperationen ging das zum Beispiel deutlich schneller). Deshalb haben Ärzte früher teilweise zu häufig operiert – auch bei Patienten, die sich für eine OP eigentlich nicht eignen (siehe
meine Antwort zur Frage der „Patientenselektion“).

Außerdem kennen wir es alle: Wer eine negative Erfahrung gemacht hat, teilt dies eher mit anderen Menschen als ein positives Erlebnis. Der Hausarzt behandelt in der Regel nur Patienten, denen es nicht gut geht. Genauso beklagen wir uns bei Freunden und Bekannten nur, wenn etwas nicht passt. Aufgrund meiner Erfahrung und den Einblick in das größte Wirbelsäulen-Register Österreichs weiß ich jedoch: Der überwiegenden Mehrheit geht es nach einer Wirbelsäulen-OP besser als zuvor. Sie leben einfach ihr normales Leben weiter, machen Sport, fahren in den Urlaub und gehen zur Arbeit – reden jedoch nicht mehr über die Operation und den Erfolg, den sie dadurch hatten. So kann in der Gesellschaft ein falscher Eindruck von Wirbelsäulenoperationen entstehen.

Was bedeutet „Patientenselektion“ und was ist das Wirbelsäulenregister?

Wenn Patienten nach einer Wirbelsäule-OP nicht zufrieden sind, liegt das selten an Komplikationen während der OP. In den meisten Fällen war das Wirbelsäulen-Problem des Patienten von Anfang an nicht für eine OP geeignet.

Wie erkennt man Patienten, deren Problem sich optimal durch eine OP lösen lässt? Durch Erfahrung! Man muss tausende Patienten gesehen, sich durch tausende Krankengeschichten gearbeitet haben und die Ergebnisse von tausenden Operationen kennen – dann kann man rasch und sicher einschätzen, welchem Patienten ein Eingriff helfen könnte. Und welchem Patienten man von Anfang an von einer Operation abrät.

Ich bin nicht nur aufgrund meiner exklusiven Spezialisierung auf die Lendenwirbelsäule ein Experte in diesem Bereich. Ich habe 2004 außerdem das heute größte Wirbelsäulen-Register Österreichs entwickelt und aufgebaut – und überblicke dadurch (natürlich anonymisiert) die Ergebnisse von vielen tausenden Wirbelsäulen-Eingriffen, die wir im Wirbelsäulenzentrum Speising seitdem durchgeführt haben.

Darüberhinaus war ich aufgrund meiner Erfahrung federführend am Aufbau des österreichischen Beitrags zum Europäischen Wirbelsäulenregister der EuroSpine in der Schweiz verantwortlich – und konnte so zusätzlich reichhaltige Erfahrung zu OP-Ergebnissen auf internationaler Ebene sammeln.


Auf ein Gespräch? Gerne!

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