Häufige Fragen

Sind Wirbelsäulen-OPs nicht sehr riskant?

Jede Operation hat ihre ganz eigenen Risiken, auch die vermeintlich einfache Blinddarm-OP. Aber: Der allergrößte Teil der Wirbelsäuleneingriffe sind ganz normale Routine-OPs, die mehrmals wöchentlich – oft sogar mehrmals täglich – am Wirbelsäulenzentrum Speising durchgeführt werden. In diesen Fällen ist die Chance, dass es dem Patienten danach deutlich besser geht wesentlich höher, als das Risiko, dass durch die Operation etwas Unerwünschtes passiert.

Warum zum Wirbelsäulenspezialisten?

Was man oft macht, macht man gut. Das gilt in ganz vielen Bereichen des Lebens, und ganz besonders in der Medizin. Durch eine möglichst enge Spezialisierung ist gewährleistet, dass man nur ganz wenige Krankheitsbilder sieht und nur sehr wenige unterschiedliche Operationen durchführt. Diese aber dafür ganz, ganz oft. Durch diese hohen Fallzahlen gewinnt man sehr viel an spezieller Erfahrung für Diagnostik und die Therapie-Strategie sowie an manuellen Fertigkeiten für den OP-Saal. Dadurch dauern die Operationen kürzer und sind für den Patienten weniger belastend.

OA Mag. Dr. Alexander Tuschel ist einer von wenigen exklusiv auf die Lendenwirbelsäule spezialisierten Orthopäden in Österreich. Er arbeitet seit 2004 an der Wirbelsäulenabteilung Speising und beschäftigt sich seit 2009 ausschließlich mit Problemen der Lendenwirbelsäule und des Übergangs zur Brustwirbelsäule.

Dr. Tuschel ist Teil des Leitungsteams am Wirbelsäulenzentrums Speising.

Bin nicht schon zu alt für eine Wirbelsäulen-OP?

Die Menschen in Österreich leben immer länger und werden immer älter. Dadurch bemerken wir auch im Wirbelsäulenzentrum Speising ein immer höhere Durchschnittsalter der operierten Patienten. Wirbelsäulenoperationen im Alter von 85 Jahren sind gar keine Seltenheit mehr. Das Lebensalter selbst ist hierbei gar nicht so entscheidend, wichtiger ist inwieweit Vor- und Begleiterkrankungen vorliegen, auf die Rücksicht genommen werden muss. Darum kümmern sich dann in der Regel sowohl unsere erfahrenen Internisten als auch unsere Anästhesisten.

Warum raten mir Hausarzt und Freunde von einer Wirbelsäulen-OP ab?

Wirbelsäulen-OPs haben in der Bevölkerung keinen allzu guten Ruf. Das liegt daran, dass es bei der Wirbelsäule historisch gesehen deutlich länger gedauert hat bis man auf dem Niveau von „Routine-Eingriffen“ angekommen ist, als z.B. bei Hüft-, Knie- und Schulteroperationen. Das hatte zur Folge, dass früher teilweise zu häufig operiert wurde und auch nicht optimal geeignete Patienten eine OP bekommen haben (siehe Patientenselektion).

Der zweite Grund liegt darin, dass die Patienten die nach einer Wirbelsäulen-OP nicht zufrieden sind, wesentlich mehr wahrgenommen werden. Beim Hausarzt jammern ja nur die Patienten, denen es noch nicht gut geht. Und bei Freunden und Bekannten beklagt man sich ja auch nur, wenn etwas nicht passt.

Die überwiegende Mehrheit aber, denen es nach der OP wieder gut geht, die leben wieder ihr normales Leben, machen Sport, fahren auf Urlaub, gehen Arbeiten und reden gar nicht mehr über die Operation und den Erfolg den sie damit hatten. Dadurch entsteht in der Bevölkerung der völlig falsche Eindruck, dass Wirbelsäulen-OPs generell keine gute Sache sind.

Was bedeutet „Patientenselektion“ und was ist das Wirbelsäulenregister?

Der häufigste Grund warum Patienten nach einer Wirbelsäulen-OP nicht zufrieden sind, liegt nicht darin dass bei der OP eine Komplikation passiert ist, sondern dass der Patient bzw. das Wirbelsäulen-Problem des Patienten von Anfang an NICHT gut für eine OP geeignet war.

Und wie erkennt man Patienten, deren Problem sich optimal durch eine OP lösen lässt? Ganz einfach: Durch Erfahrung. Wenn man tausende Patienten gesehen hat, wenn man sich durch tausende Krankengeschichten gearbeitet hat, wenn man tausende verschiedene Probleme gehört hat und die Ergebnisse von tausenden Operationen kennt, hat man die Erfahrung um rasch und sicher zu erkennen, welchem Patienten man wirklich gut mit einem Eingriff helfen könnte, und welchem Patienten man am besten von Anfang an von einer Operation abrät.

Neben seiner exklusiven Spezialisierung auf die Lendenwirbelsäule und der damit verbundenen sehr hohen Fallzahlen in diesem Bereich, profitieren die Patienten von OA Mag. Dr. Alexander Tuschel auch durch eine weitere Kernkompetenz: Dr. Tuschel hat 2004 das heute größte Wirbelsäulen-Register Österreichs entwickelt und aufgebaut und überblickt dadurch (natürlich anonymisiert) die Ergebnisse von vielen tausenden Wirbelsäulen-Eingriffen, die im Wirbelsäulenzentrum Speising seitdem durchgeführt wurden. Darüberhinaus war OA Mag. Dr. Alexander Tuschel aufgrund seiner Erfahrung federführend verantwortlich am Aufbau des österreichischen Beitrags zum Europäischen Wirbelsäulenregister der EuroSpine in der Schweiz beteiligt und konnte so zusätzlich reichhaltige Erfahrung zu OP-Ergebnissen auf internationaler Ebene sammeln.

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